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Smart Grids und die Energiewende Der Übergang von hierarchischen Stromnetzen zu „Smart Grids“ gehört zu den tiefgreifendsten technisch-wirtschaftlichen Entwicklungen und ist Schlüsselelement der „Dritten industriellen Revolution“. Die Diskussion und Prägungen dieses Konzepts erfolgt in bunter Vielfalt von Visions- und Strategiepapieren, Forschungs- und Demoprojekten. Alle großen Netzbetreiber, Stromkonzerne, Technologieanbieter und ITK-Unternehmen sind dabei. Aber wo sind die Positionen der Vertreter der Erneuerbaren und der unabhängigen Stromanbieter? Schließlich wird das Spielfeld für den Strommarkt von morgen etabliert. [>mehr..] -- Smart Grid - Update auf Stromwirtschaft 2.0 Smart Grid, das ist viel mehr als digitale Stromzähler und clevere Haustechnik. Es braucht Gesetze und Regeln, die den Strommarkt für Innovation und Smartness öffnen. Weil damit jedoch Erneuerbare und Energieeffizienz den Takt bestimmen, ist das Spiel zutiefst politisch. [>mehr..] -- Solarboom: Jede Anlage ein Baustein für die bessere Welt In Österreich wurden heuer 4.271 neue Photovoltaik-Anlagen gefördert (klimafonds.at). In Deutschland, verkündete die Bundesnetzagentur kürzlich, wurden im ersten Halbjahr rund 135.000 und allein im Juni über 50.000 Neuinstallationen verzeichnet (bundesnetzagentur.de). Nun gibt es hie wie da Stimmen gegen die Solartechnik; neuerdings oft mit dem Argument, dass chinesische Hersteller – weil billiger – das Geschäft machen würden und somit der Mitbewerber gefördert würde. Die Statistik zeigt jedoch (zB. photon.de): Der Weltmarkt wächst rasant. In Deutschland und Österreich werden mehr Solarmodule produziert als installiert. Wenn Exportweltmeister Deutschland nur knapp mehr PV-Module produziert als im eigenen Land verbaut, heißt das aber genau nicht, dass China gefördert wird. Zudem liefern deutsche Hersteller fast 70% der Solarwechselrichter weltweit und der österreichische zusätzliche 15%. Doch sicher: in einem so dynamischen Marktsegment darf Europa nicht schlafen. Hier gehören Politik, Forschung und Wirtschaft strategisch fokussiert so gut es in einer Marktwirtschaft eben geht. Das ist eine wichtige Aufgabe des Energiekonzepts (das die deutsche Bundesregierung soeben auf Herbst verschoben hat). Insgesamt jedenfalls eine eindrucksvolle Entwicklung, die da stattfindet: Jede kleine PV-Anlage ist eine wirksame Investition in die Freiheit und berechenbare Energieversorgung für unsere Kinder und Enkel. Und obendrein sind die Kosten für Solaranlagen rasant im Fallen und haben bereits heute ein Niveau erreicht, das PV für Entwicklungsländer mittlerweile leistbarer macht, als die leidigen Dieselgeneratoren, die notorisch defekt sind. Wahrscheinlich ist das deutsche Solarstrom-Förderprogramm so ganz nebenbei das wirksamste Entwicklungshilfeprogramm… Eigentlich nur schade für all jene in Deutschland, die auf ihrem Dach nicht schnell noch vor der aktuellen Tarifsenkung ein paar Module aufgestellt haben… Doch umso konsequenter heißt's jetzt gehandelt. -- Wendezeit: Solar billiger als Atom 1. Die Lage der Atomindustrie wird immer aussichtsloser. Für North Carolina belegt eine am 8.7.2010 vorgestellte Studie nun 2010 als das Jahr der Wende, der investment parity: Fallende Preise für Photovoltaik machen Solarstrom ab sofort billiger als den Neubau von Atomkraftwerken. Das gilt jetzt für North Carolina, wo solare Einstrahlungswerte wie in Spanien herrschen. Doch die Kostentrends der beiden Techniken laufen weiter auseinander.… 2. Auch für Großbritannien errechnen die Experten von des KPMG im Juli, dass Atomkraft eine unwirtschaftliche Investition wäre. Dabei wurden bereits die Mindestpreise für CO2-Zertifikate einkalkuliert, die die neue britische Regierung zur Stützung neuer AKW angekündigt hat. So konsequent wie unverfroren fordert deshalb der Auftraggeber der Studie, die RWE npower – Tochter des deutschen Energieriesen RWE – für Atomkraft dieselben Förderungen wie für andere ‚low-carbon technologies’, sprich Wind und Solarenergie. Bereits im November 2009 hatte die Citigroup Global Markets Inc. – unbeauftragt – mit einem Report unter dem Titel „New Nuclear – The Economics Say No“ den Atom-Plänen der britischen Regierung eine Absage erteilt. Wie KPMG verzichtete auch die Citigroup darauf, das langfristige Abfallproblem oder die Katastrophen-Risken zu kalkulieren, und kam trotzdem zum Ergebnis, dass Atomkraft wirtschaftlich keinen Sinn macht. Das bisher böseste und härteste Argument gegen die Energiewende, die kurzsichtig betriebswirtschaftliche Kalkulation, scheint die Seiten gewechselt zu haben… -- Solar Grid Parity: Download: Präsentation zur Solarzukunft, Solar Grid Parity und Rechenmodell. (25.3.2010) weiter >> Solar Grid Parity -- Strom vom eigenen Dach billiger als aus der Steckdose (17.6.2009) ------------------- Das Solarzeitalter beginnt "The challenge for our generation is to build a new economy, Lester R. Brown, Plan B 3.0
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